So steigern Sie Ihre Wettbewerbsfähigkeit durch ein Energieaudit nach DIN 16247

In Zeiten steigender Energiepreise und eines wachsenden Bewusstseins für den Klimaschutz ist das Energieaudit nach DIN 16247 zu einem wichtigen Werkzeug für Unternehmen und öffentliche Einrichtungen geworden. Lesen Sie, wie Sie durch ein Energieaudit nicht nur Kosten einsparen, sondern auch Ihre CO₂-Bilanz verbessern und somit Ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern.

Effizienzsteigerung durch Transparenz

Das Energieaudit nach DIN 16247 ist ein wichtiger Bestandteil der Energieeffizienzmaßnahmen für Unternehmen. Hier sind die wichtigsten Fakten, die Sie als Unternehmer*in darüber wissen sollten:

Was ist ein Energieaudit nach DIN 16247?

Das Energieaudit nach DIN 16247 ist ein systematischer Ansatz zur Identifizierung von Energieeinsparpotenzialen in Unternehmen. Ziel ist es, den Energieverbrauch und die Energiekosten zu senken, um damit langfristig Kosten zu sparen und die Umweltbelastung zu reduzieren.

Wer muss ein Energieaudit durchführen?

Das Energieaudit nach DIN 16247 ist für Unternehmen gesetzlich vorgeschrieben, die nicht als kleine oder mittlere Unternehmen (KMU) gelten und nicht an einem Energiemanagementsystem (EnMS) teilnehmen. Das betrifft Unternehmen, die mehr als 250 Mitarbeitenden haben oder einen Jahresumsatz von über 50 Millionen Euro erzielen oder eine Jahresbilanzsumme von über 43 Millionen Euro aufweisen.

Wie läuft ein Energieaudit ab?

Das Energieaudit wird von einer externen Energieberaterin oder einem Energieberater durchgeführt, die/der nach DIN 16247 zertifiziert sein muss. Die Beraterin oder der Berater analysiert den Energieverbrauch des Unternehmens und erstellt eine Liste von Einsparpotenzialen. Anhand dieser Liste können dann konkrete Maßnahmen zur Energieeinsparung geplant und umgesetzt werden.

Welche Vorteile hat ein Energieaudit?

Ein Energieaudit nach DIN 16247 bietet zahlreiche Vorteile für Unternehmen. Zum einen können durch die Umsetzung von Einsparmaßnahmen langfristig Kosten eingespart werden. Zum anderen können Unternehmen ihre Umweltbilanz verbessern und sich als umweltbewusstes Unternehmen positionieren. Darüber hinaus kann ein Energieaudit auch dazu beitragen, gesetzliche Vorgaben zu erfüllen und das Image des Unternehmens zu verbessern.

Was sind die nächsten Schritte?

Wenn Sie als Unternehmen ein Energieaudit nach DIN 16247 durchführen lassen möchten, sollten Sie zertifizierte Energieeffizienz-Expert*innen beauftragen. Die Beraterin oder der Berater wird dann einen genauen Plan für das Audit erstellen und die notwendigen Daten und Informationen sammeln. Anhand der Ergebnisse des Audits können dann konkrete Maßnahmen zur Energieeinsparung geplant und umgesetzt werden. Wenn Sie noch unsicher sind, ob das Energieaudit für Ihr Unternehmen infrage kommt, können Sie mit den Energieeffizienz-Expert*innen von econize 30 Minuten kostenlos über Ihr Unternehmen sprechen.

Alles rund um die Kosten eines Energieaudits

Das Energieaudit DIN 16247 ist für Unternehmen in Deutschland seit dem 22. Dezember 2015 gesetzlich vorgeschrieben. Die Kosten für das Energieaudit können jedoch variieren und hängen von verschiedenen Faktoren ab, wie beispielsweise der Größe des Unternehmens und der Anzahl der Standorte. Für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) gibt es jedoch finanzielle Unterstützung durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Nicht-KMU müssen die Kosten selbst tragen.

Im Rahmen des Energieaudits werden verschiedene Aspekte untersucht, darunter die Energieverbräuche und -kosten, die energetische Gebäudehülle, die Anlagentechnik und der Betriebsablauf. Darauf aufbauend werden Empfehlungen zur Optimierung der Energieeffizienz des Unternehmens gegeben. Die Leistung beinhaltet auch eine detaillierte Berichterstattung, welche die Ergebnisse und Empfehlungen des Audits darlegt. Der Preis für ein solches Audit hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der Größe und Komplexität des Unternehmens und den Anforderungen des Audits. In der Regel kann man jedoch mit Kosten zwischen 3.000 und 10.000 Euro rechnen.

In Bezug auf die staatliche Förderung gibt es die Möglichkeit einer finanziellen Unterstützung durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Das BAFA fördert Energieaudits mit bis zu 80% der Kosten, bis zu einer maximalen Förderhöhe von 6.000 Euro für kleine und mittlere Unternehmen sowie bis zu einer maximalen Förderhöhe von 8.000 Euro für große Unternehmen.

Ein Energieaudit DIN 16247 ist daher eine sinnvolle Investition für jedes Unternehmen, das seinen Energieverbrauch und damit verbundene Kosten reduzieren möchte. Es kann dazu beitragen, Einsparpotentiale aufzudecken und eine langfristige Strategie für eine nachhaltige Energieeffizienz zu entwickeln.

Fragen & Antworten

Das Energieaudit ist für Unternehmen Pflicht, die kein kleines oder mittelständisches Unternehmen (KMU) im Sinne der EU-Definition sind, mehr als 250 Mitarbeitende beschäftigen oder einen Jahresumsatz von über 50 Millionen Euro haben und eine Jahresbilanzsumme von über 43 Millionen Euro aufweisen.

Für KMU ist das Energieaudit nach DIN 16247 zwar nicht Pflicht, jedoch wird das Audit sehr stark von staatlicher Seite finanziell gefördert.

Die Norm definiert die Anforderungen an ein systematisches Energieaudit. Nach Abschluss des Audits muss ein Bericht erstellt werden, der alle Energieverbräuche und mögliche Einsparpotenziale im Unternehmen aufzeigt. Der Bericht muss den gesetzlichen Anforderungen entsprechen und kann von den zuständigen Behörden überprüft werden.

Der Bericht sollte folgende Inhalte haben:

  • Beschreibung des Audits

  • Analyse der Energieverbräuche und Energiekosten

  • Bewertung der Energieeffizienz

  • Identifikation von Einsparpotentialen

  • Empfehlungen für Maßnahmen zur Energieeinsparung

  • Kostenschätzungen für die Umsetzung der empfohlenen Maßnahmen

  • Zeitplan für die Umsetzung der Maßnahmen

Der Bericht muss von qualifizierten Energieberater*innen oder Energieauditor*innen erstellt werden. Diese Personen müssen über ausreichende Fachkenntnisse und Erfahrungen in den Bereichen Energieeffizienz und Energiemanagement verfügen.

Das Energieaudit DIN 16247 muss alle vier Jahre für Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitenden durchgeführt werden. Für Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitenden ist das Energieaudit in der Regel freiwillig, es sei denn, es wird von öffentlichen Stellen oder durch besondere Gesetzgebungen vorgeschrieben. In diesem Fall sollten Sie sich über die spezifischen Vorschriften für Ihr Unternehmen informieren, um sicherzustellen, dass Sie die gesetzlichen Anforderungen erfüllen. Es ist zu beachten, dass es sich hierbei um ein Mindestintervall handelt. In einigen Fällen kann es sinnvoll sein, das Audit häufiger durchzuführen, um Energieeinsparpotenziale optimal zu nutzen.